Goshirakawa wurde in 1127 geboren und starb 1192. Er wurde 1155 zum 77. Tenno. Er dankte 1158 ab und wurde der ehemalige Tenno. In seiner Ära brach der Krieg von Hogen aus, von dem Goshirakawa und Shinzei Fujiwara als Sieger hervorgingen. Nur bald danach entstand erneut ein Machtkampf zwischen dem unteren Sekretär Shinzei Fujiwara und seinen Rivalen um Nobuyori Fujiwara und führte zum Krieg von Heiji. Bei diesem Krieg ging es auch um die Entscheidung zwischen den beiden Samuraistämmen Taira und Minamoto. Yoshitomo Minamoto kämpfe auf der Seite von Nobuyori Fujiwara und verlor gegen Kiyomori Taira. Kiyomori wurde der stärkste Politiker in der neuen Regierung. Als Goshirakawas Sohn, der Tenno Nijo, starb, kam sein Enkel als Tenno Rokujo auf den Thron. Tenno Rokujo musste den Thron jedoch an Goshirakawas jungen Prinzen abtreten, der nun Tenno Takakura hieß. Während des Thronwechsels blieb Goshirakawa die mächtigste Instanz in der Regierung mit zwei Höfen und blieb unangefochten der Machthaber. Doch musste er dem Druck des Tempels Enryakuji standhalten und sich mit dem mächtigsten Politiker Kiyomori Taira arrangieren. Kiyomori, nun der pensionierte Premierminister, hatte die wichtigsten Ämter in der Regierung mit seinen Familien- und Stammesangehörigen besetzt. Einigen namhaften Adeligen der Familie Fujiwara gefiel die Alleinherrschaft der Familie Taira schon lange nicht. Und so schmiedete Goshirakawa, im Kreise seiner engsten Mitarbeiter, einen geheimen Umsturzplan gegen Taira und hielt konspirative Beratungen im Tal Shishigadani in der Nähe von Kyoto ab. Goshirakawa und die Adeligen der Anti-Taira-Fraktion waren auf militärische Unterstützung angewiesen, um Tairas Militär standhalten zu können, sodass sie einige Anführer der Minamoto-Stämme in ihren geheimen Plan einbezogen. Allerdings flog der Umsturzplan durch eine undichte Stelle auf und alle adeligen Verschwörer wurden verhaftet. Goshirakawa war mit seinem Anti-Taira-Plan gescheitert und musste sich nun wieder mit den Tairas arrangieren.