Tomoe: Tochter von Kaneto Nakahara. Sie war Yoshinakas Erste Frau und gebar den gemeinsamen Sohn Yoshikata. Sie war in Kiso aufgewachsen und eine hübsche, robuste Frau und tapfere Kriegerin. Tomoe akzeptierte Aoi als Yoshinakas Nebenfrau, war aber stets auf die standesgemäße Stellung als Yoshinakas Erste Frau bedacht. In der Schlacht von Kurikara kämpfte sie als Anführerin in der rechten Armee von Kanemitsu Higuchi. Tomoe sah, dass nach dem Sieg Yoshinakas in der Schlacht von Ataka und Shinohara plötzlich Yamabuki in der Öffentlichkeit neben Yoshinaka saß und sich wie Yoshinakas Geliebte aufführte. Sie hasste Yamabuki, die sie als niederträchtige Frau aus einer niederen Herkunft erkannte. Tomoe wies Yoshinaka zurecht, dass er sich nicht betrinken solle, damit er ihren gemeinsamen Sohn Yoshitaka aus dessen Geiseldasein bei Yoritomo befreien könnte. Am 28. Juli zog Tomoe an der Spitze des Triumphzuges neben Yoshinaka in die Hauptstadt ein. Nach der Aufwartung von Yoshinaka und Yukiie bei dem ehemaligen Tenno feierten Kisos Samuraianführer in ihren Zelten am Kamo-Fluss die Übernahme der Hauptstadt. Yoshinaka, Tomoe, Aoi und Yamabuki bezogen das vom Hof zugeteilte Haus an der sechsten Jo, das frühere Haus des Leiters der Abteilung der Küche Naritada. Sie sah, dass ihr Mann von Goshirakawa immer mehr in die Enge getrieben wurde. Er konnte Tairas Armee in Yashima auf Shikoku nicht bezwingen, weil er keine Marine besaß, und wurde außerdem im Osten von Yoritomo bedroht. Alles wendete sich gegen Kiso. Sie vermisste in dem Haus an der sechsten Jo ein friedliches Ehe- und Familienleben, denn Yoshinaka gab sich jede Nacht der Sauferei und dem exzessiven Liebesleben mit anderen Frauen hin. Sie fragte sich, wofür Yoshinaka und der ganze Stamm Kiso eigentlich in die Hauptstadt einmarschiert waren. Bald überkam sie die Sehnsucht nach ihrer Heimat Kiso. Sie quälte sich mit Sorgen um ihren Sohn Yoshitaka, der als Geisel in Kamakura lebte, und fühlte, dass der entscheidende Kampf mit Kamakuras Armee nahte. Sie erfuhr von Aoi, dass diese von Yamabuki mit einem vergifteten Pfeil angeschossen worden war. Aoi warnte Tomoe vor Yamabukis Eifersucht um ihren gemeinsamen Mann, doch Tomoe entließ Yamabuki eigenmächtig aus Yoshinakas Hauptquartier. Eines Tages wurde in der Nähe des Tempels Ninnaji ein Spion von Kamakura gefangengenommen. Es stellte sich heraus, dass der Spion, Shichiro Nishiura, ein Betreuer von Yoshitaka in Kamakura war. Tomoe rettete ihn vor dem Tod, holte ihn zu sich, erkundigte sich über ihren Sohn und beauftragte ihn, einen Brief für ihren Sohn und Masako Hojo, Yoshitakas Pflegemutter, nach Kamakura mitzunehmen.