Kanemitsu Higuchi: Zweiter Sohn von Kaneto Nakahara, Bruder von Tomoe. Yoshinaka Kisos wichtigster Vertrauter und einer der Vier Himmelskönige in der Armee von Kiso. Er war ein loyaler, tapferer Samurai und ergänzte Yoshinaka mit seiner vernünftigen Einstellung. Kanemitsu Higuchi führte im Jahr 1183 mit Kakumyo die Verhandlung zum Waffenstillstand mit Yoritomo Minamoto, als Yoritomo persönlich eine große Armee in die Provinz Shinano anführte und Yoshinakas Provinz in dessen Abwesenheit bedrohte. In der Schlacht von Kurikara gegen die von Koremori und Michimori Taira angeführte Armee in der Nordischen Küstenregion übernahm Kanemitsu das Kommando der rechten Armee mit fünftausend Reiter- und Fußsoldaten, machte einen großen Umweg, um auf die Rückseite der Hauptarmee von Koremori Taira zu gelangen, und griff sie überraschend von hinten an. Mit ihm siegte Yoshinakas Armee in den Schlachten von Kurikara, Ataka und Shinohara. Am 28. Juli 1183 startete er in der Armee von Yoshinaka Kiso den Einzug in die Hauptstadt. Nach der ersten Aufwartung von Yoshinaka und Yukiie beim ehemaligen Tenno feierten die Anführer und die Soldaten den Einzug in die Hauptstadt. Als Yoshinaka mit einem Teil von Kisos Armee in die Provinz Harima ins Feld zog, um Tairas militärischer Aktivität aus Yashima auf Shikoku Einhalt zu gebieten, übernahm Kanemitsu Higuchi die Rolle des Statthalters in der Hauptstadt. Während Kisos Armee Taira in der Provinz Harima zurückdrängte, schickte Kanemitsu Yoshinaka aus der Hauptstadt ein warnendes Schreiben, Yukiies Verhalten sei verdächtig. Yoshinaka solle möglichst schnell nach Kyoto zurückkommen. Yoshinaka zog stark geschwächt aus der Provinz in die Hauptstadt zurück. Yoshinakas politische und militärische Einkesselung wurde kritisch und Yoshinaka schlug seinen Samuraianführern vor, Goshirakawa gewaltsam zu entführen und auf Kisos Seite zu zwingen. Dagegen argumentierte Kanemitsu mit der schwachen militärischen Lage von Kiso, weil viel Soldaten Kisos Armee den Rücken gekehrt hatten. Er plädierte entgegen Yoshinakas Vorschlag, Kakumyos Strategie zu verfolgen, nämlich eine Waffenstillstandsverhandlung mit Taira zu führen und die dritte Macht im Norden, Hidehira Fujiwara, ins eigene Lager zu holen. Damit würde Yoritomo aus dem Norden unter Druck gesetzt. Yoshinaka lenkte ein und wartete, was Kisos Botschaft bei Taira bewirken würde. Der Hof des ehemaligen Tennos wurde währenddessen langsam zu einer Festung aufgerüstet. Am Ufer des Kamogawa brach eine gewaltsame Streitigkeit zwischen Kisos Wache und einigen fahnenflüchtigen Samuraianführern aus. Den Verrätern kamen die Samurai des Hofes des ehemaligen Tennos zu Hilfe. Es drohte ein ernsthafter Kampf zwischen Kisos und Goshirakawas Truppen auszubrechen. Kanemitsu rückte mit seinen Leuten zum Kamogawa aus, während auch Yoshinaka dorthin ritt, um die Eskalation der Kampfhandlung zu verhindern.