Kakumyo: Priester. Kakumyo wurde auf Kaneto Nakaharas Bitte hin Lehrer des kleinen Komaomaru und bildete ihn zu einem starken Samuraianführer aus. Kakumyo wurde später Yoshinakas Stammesangehöriger und Schreiber. Er war ein überragender Gelehrter und Stratege. Er überredete Yoshinaka, Yoritomos Vorschlag zu einem Waffenstillstand anzunehmen, als Yoritomo die Provinz Shinano angriff. Kakumyo führte persönlich die Verhandlung mit Yoritomo, wobei er die für Yoshinaka demütigende Bedingung akzeptierte, Yoshitaka, den Erben von Yoshinaka Kiso, als Geisel nach Kamakura zu geben. Kakumyo war außerdem ein hervorragender Dichter, der im Juni 1183 das in der Nachwelt berühmt gewordene Schreiben zum Umwerben des Tempels Enryakuji für Yoshinakas Strategie in einem überzeugenden chinesischen Stil verfasste. Er überreichte das von ihm verfasste Schreiben als Botschafter von Yoshinaka Kiso persönlich an Enryakuji, aber musste nach langem Warten unverrichteter Dinge nach Takefu zurückkehren, da Enryakuji zu viel Zeit brauchte, um zu einer Entscheidung zu gelangen. Nachdem Taira im Juli 1183 die Hauptstadt geräumt hatte und Goshirakawa von Hieizan wieder in seinen Hof zurückgekehrt war, war Kakumyo dabei, als Yoshinaka mit seiner Armee triumphierend in die Hauptstadt einzog. Yoshinaka holte bei einer politischen Angelegenheit Kakumyos Rat ein. So initiierte Yoshinaka als der Leiter der Hauptstadtpolizei eine neue Regelung für die Sicherheit des Landes und stellte in der Hauptstadt Bekanntmachungsschilder auf. Diese Maßnahme ging auf Kakumyos Idee zurück. Als die Nachricht kam, dass Yoritomo Yoshitsune nach Ise entsandt hatte, rückte Kakumyo mit einer Truppe nach Ise vor, um Yoshitsunes Bewegung zu beobachten. Kakumyo saß seitdem in der Provinz Ise fest und war nicht in der Hauptstadt, als die Beziehung zwischen Goshirakawa und Yoshinaka kritisch wurde. Ein Mitarbeiter Goshirakawas, Priester Joken, kam als Vermittler zu Yoshinaka und vermisste Kakumyo. Sie kannten sich als Priester und Gelehrter und verstanden sich gut, sodass die beiden in sensiblen politischen Angelegenheiten oft miteinander diskutierten. Kakumyos strategische Fähigkeit äußerte sich darin, dass er Yoshinakas isolierter Lage eine globale Ausrichtung verpasste. Kakumyo versuchte sich einerseits mit dem mächtigen Hidehira Fujiwara im Norden Japans zu verbünden und entsendete auf der anderen Seite ein Friedensangebot an Taira in Yashima. Mit diesen beiden Verbindungen würde Yoshinaka Yoritomos militärischem Druck entgegentreten können. Als Yoshinaka viel später im Kampf gegen Yoritomo fallen und der Stamm Kiso vernichtet würde, würde Kakumyo sich in die Berge retten und Schüler des großen Priesters Shinran werden.