Tokitada Taira (1126 bis 1130 - 1189): Bruder von Tokiko, Schwager von Kiyomori. Er war ein außerordentlich ehrgeiziger Macher innerhalb der Familie Taira, Kiyomoris rechte Hand und hatte zudem weitere Ämter wie Hauptsekretär und Leitung der Hauptstadtpolizei inne. Als Leiter der Hauptstadtpolizei nahm Tokitada Yoshitsune fest, entließ ihn aber unversehrt wieder in die Freiheit. Tokitada verfolgte für die Zukunft des kleinen Tennos Antoku und seiner Mutter, Kenreimonin, anders als die jüngeren Familienmitglieder wie Munemori und Noritsune eine politische Lösung mit Minamoto, damit der Tenno Antoku und der Stamm Taira den Krieg doch noch überleben könnten. Dabei hegte er die Hoffnung, dass Yoshitsune, mit dem er in dessen Jugend eine schicksalhafte Erfahrung geteilt hatte, zur Verhandlung bereit war. Tokitada und Tokizane aber wurden von Noritsune gefangen genommen, bevor sie ihre Pläne in die Tat umsetzen konnten. In dieser Situation führte Tokitada mit Hilfe von Yoshito Sakurama als Vermittler Friedensverhandlungen mit Yoshitsune. Tokitada beobachtete die Seeschlacht von Dannoura am 24. März 1185 vom Land aus. Als sich die Niederlage von Tairas gesamter Flotte gegen Minamotos Armee abzeichnete, ließ er sich mit einem kleinen Boot zu dem großen Schlachtschiff fahren, auf dem sich neben den namhaften Mitgliedern der Familie Taira der Tenno und die Götterschätze befanden. Sie kamen zu spät und konnten den Tenno Antoku nicht mehr retten. Nur einen der Götterschätze, den Spiegel, konnten sie sicherstellen. Tokitada geriet in die Gefangenschaft von Minamotos Armee und wurde in die Hauptstadt gebracht.