Tokitada Taira (1126 bis 1130 - 1189): Bruder von Tokiko, Schwager von Kiyomori. Er war ein außerordentlich ehrgeiziger Macher innerhalb der Familie Taira, Kiyomoris rechte Hand und hatte zudem weitere Ämter wie Hauptsekretär und Leitung der Hauptstadtpolizei inne. Als Leiter der Hauptstadtpolizei nahm Tokitada Yoshitsune fest, entließ ihn aber unversehrt wieder in die Freiheit. Auf Yashima war Tokitada um die Zukunft des kleinen Tennos Antoku und seiner Mutter, Dame Kenreimonin, besorgt. Er dachte, anders als die jüngeren Familienmitglieder wie Munemori und Noritsune, an eine politische Lösung mit Minamoto, damit der Tenno Antoku und der Stamm Taira den Krieg doch noch überleben könnten. Dabei hegte er die Hoffnung, dass Yoshitsune, mit dem er in dessen Jugend eine schicksalhafte Erfahrung geteilt hatte, zur Verhandlung bereit war. Beim Überfall von Yoshitsunes Truppe auf Yashima am 19. Februar 1185 bewachte Tokitada persönlich den Palast, während Tairas Samurai durch Yoshitsunes Überfall ins Chaos stürzten. Tokitada sah in dieser Unordnung eine gute Gelegenheit, seine Friedensmission durchzuführen. Gemeinsam mit seinem Sohn Tokizane versucht er, den kleinen Tenno und die Dame Kenreimonin samt ihren Dienerinnen mit einem Schiff von einer abgelegenen Anlegestelle zu entführen und sie in Minamotos Gefangenschaft zu bringen. Dieser Alleingang wurde jedoch im letzten Moment von Noritsune vereitelt. Noritsune sperrte Tokitada und seinen Sohn im dunklen Schiffsboden ein und isolierte sie während der gesamten Überfahrt nach Hikoshima. In dieser Situation vermittelte Yoshito Sakurama zwischen Tokitada und Yoshitsune. Tokitada und Tokizane wurden vom Schiffsboden auf die Insel Funashima verlegt und sollten die Seeschlacht von Dannoura von dort aus erleben.