Noritsune Taira (1160 – 1185): Zweiter Sohn von Norimori Taira, Gouverneur der Provinz Noto. Er gehörte zu den radikalen jungen Adeligen von Taira. Nachdem der Stamm Taira sich im Jahre 1183 auf Yashima niedergelassen hatte, wurde Noritsune einer der überragenden Armeeanführer neben Tomomori in Tairas Armee. Sein Vater Norimori war auf ihn sowie auf seinen Bruder Michimori, der später in Ichinotani getötet wurde, stolz. Noritsune baute Tairas Marine neu auf, siegte in kleinen Gefechten gegen Kisos Truppen in Harima und eroberte die umliegenden Ortschaften und Inseln der Seto-Inlandsee. Noritsune war im Jahre 1185 ein sechsundzwanzigjähriger, herrlich aussehender General. Er und nicht das Stammesoberhaupt Munemori war der kühne Stratege auf Yashima, der Tairas Armee gegen Yoshitsunes Reitertruppe ausrichtete. Er erkannte die eigene Schwäche gegenüber Yoshitsunes Soldaten, auf die er Tairas Führung aufmerksam machte. Tairas Armee auf Yashima besaß nämlich keine Pferde mehr, da die Eroberungstruppe von Noriyoshi Taguchi alle Pferde mitgenommen hatte. Noritsune wusste, dass die Tairas klar unterlegen sein würden. Als die Tairas sich auf ihren Schiffen draußen auf dem Meer sicher fühlten, berieten die Stammesführer über das weitere Vorgehen. Noritsune schlug dabei eine neue Strategie vor, mit der Tairas Armee Yoshitsunes Truppe noch zwei Tage an den Strand binden sollte. Dann würde die dreitausend Mann starke Truppe von Noriyoshi Taguchi vom Feldzug in der Provinz Iyo zurückkehren und Yoshitsune von hinten überraschen. Tairas Armee täuschte also einen harten Kampf mit Minamoto vor, führte in Wirklichkeit aber eine Hinhaltetaktik aus.