Tsunemori Taira: Zweiter Sohn von Tadamori, der nächst-jüngerer Bruder von Kiyomori. Tsunemori hatte drei Söhne, Tsunemasa, Tsunetoshi und Atsumori, die alle in der Schlacht von Ichinotani fielen. Tsunemori war ein gutmütiger, willensschwacher Samurai und körperlich von schmaler Statur. Kiyomori beförderte ihn zu Regierungsämtern, befreite ihn aber von den Verpflichtungen zu militärischen Einsätzen. So hatte Tsunemori den Leiterposten des Palastes der Ersten Frau des Tennos oder des Amtes für Reparatur inne, bei dem er wenig zu tun hatte. Er schrieb gerne Gedichte. Die wieder erstarkte Armee von Taira wollten sich Ende Januar 1184 von Yashima zu Ichinotani, Fukuhara und Ikuta übersetzen, um von dort aus Minamotos Armee anzugreifen. Es stellte sich heraus, dass sein jüngster Sohn Atsumori gegen den Beschluss des Stammes verstoßen und das Lager von Yashima verlassen hatte. Die Stammesbrüder machten ihm und seiner Familie Vorwurf, Atsumori könnte eine Fahnenflucht begangen haben. Tsunemori entschied sich, ohne Atsumori den Feldzug anzutreten und verstieß ihn aus der Familie. Atsumori kehrte verspätet zur Armee zurück und kam in die Truppe von Tadanori, dem Gouverneur der Provinz Satsuma, unter. Kiyomoris Todesgedenkfeier fand in dem dafür extra hergerichteten Schiff statt. Tsunemori sah Atsumori bei der Todesgedenkfeier von Kiyomori wieder, was ihn innerlich gefreut hatte. Tairas Armee erlitt auf Grund des hinterlistigen Tricks des ehemaligen Tennos Goshirakawa, eine verheerende Niederlage in Ichinotani. Tsunemori hatte den Tod seiner drei Söhne zu beklagen. Als Tsunemori in Fukura auf der Insel Awajishima verweilte, brachte ein Stammesangehöriger von Naozane Kumagai den Überrest von Atsumori, ein Stück von dessen Unterkleid und Atsumoris Lieblingsflöte, mit Naozanes Beileidbrief.