Tsunemasa Taira: Sohn von Tsunemori und stellvertretender Leiter des Palastes der Ersten Frau des Tennos. So wie sein Vater war Tsunemasa stärker an Gedichten und Musik interessiert als an Kämpfen. Tsunemasa war als Meister der Biwa-Laute berühmt. Er war im April 1183 einer der Anführer im Feldzug in die Nordische Küstenregion gegen Kisos Aufstand und besuchte unterwegs die Insel Chikubushima auf dem Biwa-See, da der Truppenmarsch in Kaizu in Stocken geraten war. Er wollte in dem dortigen Schrein für den Sieg des Feldzuges beten. Dort traf er zufällig Asatori Abe und seine Familie. Er bedankte sich bei ihm für seine Behandlung von Kiyomori vor dessen Tod und spielte dafür auf der berühmten Biwa-Laute Sendo. Tsunemasa verstand sich gut mit Asatori, und auch Asatori war von Tsunemasas Biwa-Darbietung entzückt. Als Taira am 25. Juli 1183 die Hauptstadt verließ, ritt Tsunemasa mit ein paar Reitersoldaten zum Tempel Ninnaji. Dort lebte der zweite Prinz Goshirakawas, Shukaku, der in den buddhistischen Stand eingetreten war. Tsunemasa war in seiner Kindheit für das adelige Leben im Tempel ausgebildet worden. Shukaku war seinerzeit sein Lehrer gewesen. Shukaku hatte Tsunemasa zu einem Meistermusiker an der Biwa-Laute ausgebildet und Tsunemasa das berühmte Biwa-Instrument „den Blauen Berg“ geschenkt. Dieses Instrument war am Anfang der Heian-Ära aus dem China der Tang-Dynastie nach Japan gebracht worden. Tsunemasa gab seinem früheren Lehrer diesen nationalen Schatz zurück und verabschiedete sich, bevor er auf die Flucht mit seiner Familie ging. Der Lehrer Shukaku las Tsunemasa zum Abschied spontan ein Gedicht vor, woraufhin Tsunemasa mit einem eigenen Gedicht antwortete.