Dame Kenreimonin Tokuko: Tochter von Kiyomori und Tokiko. Sie wurde die Gemahlin des Tennos Takakura und gebar ihm einen Prinzen Tokihito, der mit drei Jahren Tenno Antoku wurde. Der kleine Antoku saß auf Kenreimonins Schoß, wenn im Hof eine Sitzung tagte. Kenreimonin war entsetzt über die niedergebrannten Tempel in Nara. Ihre Trauer war groß, als der ehemalige Tenno Takakura, ihr Mann, mit einundzwanzig Jahren starb. Sie selbst wurde mit siebenundzwanzig Jahren eine junge Witwe. Die Situation von Taira wurde immer unsicherer, als Yoshinaka Kiso bereits sein Hauptquartier auf Hieizan bezogen hatte. Jederzeit konnte Kisos Armee in die Hauptstadt einmarschieren. So brachte Taira den Tenno und Dame Kenreimonin zum Haus von Ike in Rokuhara unter. Dame Kenreimonin war über den Macht- und Wohlstandverfall ihrer Familie traurig. Taira verbrannte die gesamten Häuser in Rokuhara und im Westen der achten Jo und verließ die Hauptstadt. Sie und die Dame des Gemachs Sotsu, die Amme des Tennos, und der Tenno folgten den Anweisungen des Familienoberhauptes Munemori und gingen auf eine lange, unsichere und beschwerliche Reise, zuerst nach Fukuhara, dann nach Dazaifu und schließlich nach Yashima. Der kleine Tenno blieb die ganze Zeit bei Dame Kenreimonin, sie schliefen zusammen und Kenreimonin durfte ihren Sohn persönlich erziehen – eine Sache, die im Inneren Hof gar nicht möglich gewesen wäre.  Sie zog Ende Januar 1184 von Yashima mit dem Tenno Antoku in den Feldzug nach Fukuhara auf dem Schiff des Tennos, wie der gesamte Stamm Taira. Sie zelebrierte Kiyomoris Todestag am 4. Februar mit den Familienmitgliedern und spielte dabei die Koto-Harfe. Die Armeeführung wünschte sich, dass der Tenno mit aufs Land zu Ichinotani ginge, das würde den Kampfgeist der Samurai steigern. Das machte Kenreimonin traurig und sie wollte ihren Sohn, Antoku, nicht zum Kriegsinstrument hergeben. Sie lehnt es ab.