Tadanori Taira: Jüngster Sohn von Tadamori Taira, Kiyomoris Halbbruder aus Kumano. Sohn von Tadamori und Hama, einer Tochter des Oberhauptes des Schreins Kumano. Tadanori wurde von Kiyomori zuerst zum Direktor der Hauptstadtpolizei ernannt. Später hatte Tadanori das Amt des Gouverneurs der Provinz Satsuma inne. Tadanori war einer der Samuraianführer von Tairas Truppen, die die aufständische Truppe des Prinzen Mochihito und Yorimasa Minamotos in Uji niederschlugen. Tadanori wurde im September 1180 als stellvertretender General von Koremori zur Niederschlagung von Yoritomos Aufstand nach Osten geschickt. Tairas Armee erlitt am Fluss Fujigawa eine komplette Niederlage, seine Truppen verloren jede Disziplin und flohen in die Hauptstadt zurück. Tadanori nahm im April 1183 am Feldzug Tairas in der Nordischen Küstenregion gegen Yoshinaka Kiso teil, war einer der Samuraianführer in der Nebenarmee von Michimori Taira und kämpfte in der Provinz Noto. Er und Michimori schlugen Yukiie Minamotos Armee nieder, aber ihre Nebenarmee musste der Hauptarmee zu Hilfe eilen, da Koremoris Hauptarmee in Kurikara eine verheerende Niederlage erlitten hatte. Tadanori und Samuraianführer zogen nach Ataka und Shinohara zurück, wurden jedoch von Yoshinaka Kisos Armee eingeholt. Als Kisos Armee im Juli 1183 in die Hauptstadt einmarschierte, entschied Tairas Führung die Hauptstadt zu räumen und nach Westen zu fliehen, bevor Kisos Armee in die Hauptstadt einmarschierte. Tadanori begleitete in der Nacht des 25. Juli 1183 die Sänfte des Tennos auf dem Weg von Rokuhara Richtung Westen der achten Jo. Doch er ritt mit einer kleinen Begleitung zum Haus des Dichters Shunzei Fujiwara. Shunzei war der berühmte Dichter von Waka und war von Goshirakawa beauftragt worden, die Gedichtsammlung „Senzai Wakashu“ herauszugeben. Tadanori wollte ihm sein Gedichtheft hinterlassen und hoffte, dass eins seiner Gedichte in die Sammlung aufgenommen werden würde. Shunzei war von Tadanoris Abschiedsbesuch beeindruckt und nahm sein Heft an sich. Nach dem Abschied von Shunzei Fujiwara holte Tadanori den Zug des Tennos wieder ein. Die Gedichtsammlung Senzai Wakashu erschien später. Darin ist ein Gedicht von Tadanori enthalten, das jedoch zunächst anonym gehalten wurde. Erst in der Kamakura-Ära schrieb der Herausgeber offen, dass das Gedicht von Tadanori Taira stammte. Am 4. Februar 1184 zelebrierte Taira den Todestag von Kiyomori vor der Landzunge von Wada auf dem Meer. Beim Konzert nach der Todesgedenkfeier spielte Tadanori die Panspfeife. Er bezog als Kommandant die Stellung in Ichinotani. Ichinotani bildete das westliche Tor von Tairas Stellung und wurde von den Truppen von Naozane Kumagai und Sueshige Hirayama hart umkämpft. Minamotos Reitersamurai stürzten den steilen Hang hinter Tairas Stellung und überraschten Tairas Verteidigung. Tairas Widerstand brach in Ichinotani innerhalb von vier Stunden zusammen. Tadanori löste seine Truppe auf und ermutigte seinen Soldaten einzeln zur Landzunge von Wada zu fliehen. Bei seiner Flucht wurde er von Tadazumi Okabe zum Duell aufgefordert und Tadanori hätte ihn fast überwältigt, aber dessen Mitarbeiter kamen zu Hilfe und hackten Tadanoris rechten Arm, sodass er aufgab und sich von Tadazumi köpfen ließ. In Tadanoris Köcher steckte ein Schmierpapier mit einem Entwurf eines Waka-Gedichtes.