Shigehira Taira: Fünfter Sohn von Kiyomori Taira und Tokiko. Im Jahre 1180 war er Generalleutnant der Konoe-Garde und Leiter der Persönlichen Sekretäre. Kiyomori schickte den siebenundzwanzigjährigen Shigehira mit achttausend Soldaten nach Nara. Gleichzeitig wurde Michimori, einunddreißig Jahre alt, eine fünftausend Mann starke Truppe zugeteilt. Die beiden jungen Adeligen erhielten von Kiyomori den Auftrag, den Mönchen der Tempel in Nara, Kofukuji und Todaiji Tairas Macht zu demonstrieren und sie einzuschüchtern. Jedoch sprang ein Feuer, das zur Beleuchtung der dunklen Einsatzstellen angezündet wurde, im winterlichen Wind auf die Tempelanlagen über. Kofukuji und Todaiji, sogar die große Buddhastatue, gerieten in Brand. Fast dreitausend Mönche und Bürger wurden dabei getötet. Kiyomori übernahm die Verantwortung für diese Katastrophe. Im Jahr 1181 führte Shigehira als einer der Oberkommandierenden Generäle gemeinsam mit Koremori eine große Armee in die Provinz Mino an, um Yukiie Minamoto zu unterwerfen. Ihre Armee erhielt am Fluss Sunomatagawa die Nachricht, dass Kiyomori in Kyoto verstorben war. Doch die Trauer um das Stammesoberhaupt festigte den Kampfgeist der Soldaten, die Yukiie Minamotos Armee am Sunomatagawa besiegten. Diesmal bewies Tairas Armee ihre Stärke und kehrte triumphierend nach Kyoto zurück. Die Tairas waren äußerst aufmerksam, was Goshirakawa tat. Als Goshirakawa privat eine Lesung der Heiligen Schrift auf Hieizan besuchen wollte, hielten die Tairas diese religiöse Veranstaltung für eine Verschwörung des Tempels gegen Taira. Shigehira Taira zwang Goshirakawa zur Rückkehr zu dessen Hof, dem Tempel Hojuji, worauf Goshirakawa sich verärgert zurückzog.