Shigehira Taira: Fünfter Sohn von Kiyomori Taira und Tokiko. Shigehira zog als junger Feldherr immer wieder in die Schlachten. Im Jahre 1180 schickte Kiyomori den siebenundzwanzigjährigen Shigehira und einunddreißigjährigen Michimori mit großer Armee nach Nara. Die beiden jungen Adeligen verbrannten Kofukuji und Todaiji, sogar die große Buddhastatue nieder. Fast dreitausend Mönche und Bürger wurden dabei getötet. Dieser Vorfall zog die gesamte Religionsgemeinschaft gegen Taira auf. Im Jahr 1181 schlug Shigehira als einer der Oberkommandierenden Generäle gemeinsam mit Koremori in der Provinz Mino Yukiie Minamotos Armee nieder. Shigehira kämpfte am 7. Februar 1184 in der Schlacht von Ichinotani an dem östlichen Tor am Wald von Ikuta gegen Noriyori Minamotos Hauptarmee. Im völligen Chaos musste er mit Morinaga Goto, dem Sohn seiner Amme, allein die Flucht ergreifen. Er geriet durch einen Samuraianführer Minamotos namens Tadaie Sho in Gefangenschaft. Yoshitsune empfand Hochachtung gegenüber Shigehira und behandelte ihn mit Respekt, obwohl er feindlicher General war. Shigehira wurde am 14. Februar durch die großen Alleen der Hauptstadt zu dem Haus seines Aufsehers, Sanehira Dohi, gezogen und wurde Beschimpfungen und Steinwürfen der Hauptstadtbewohner ausgesetzt. Er ertrug diese Schande demütig als Sühne für die Sünden, die seine Familie Taira bei dem Niederbrennen der Tempel Todaiji und Kofukuji in Nara begangen hatte. Er übernahm die ganze Verantwortung vom damaligen Verbrechen gegenüber dem Buddhismus auf sich und blieb gefasst. Shigehira konnte eine Nacht mit seiner Geliebten, der Dame des Gemachs des stellvertretenden Leiters der Emon-Garde der rechten Seite, verbringen. Er wünschte für den Rest seines Lebens für die Wiedergutmachung der Feindseligkeit in der Gesellschaft gegenüber Taira und auf den Frieden einzusetzen. So schrieb er seiner Mutter Tokiko und dem Stammesoberhaupt Munemori einen Brief, in dem er an sie appellierte, einen Frieden mit Minamoto zu schließen. Aber seine Familie ging das Angebot der Friedensinitiative nicht ein. Ihr Argwohn gegenüber dem ehemaligen Tenno saß so tief in den Knochen.