Koremori Taira: Ältester Sohn des verstorbenen Shigemori Taira, der älteste Enkel Kiyomoris und damit nach Munemori der erste in der Erbfolge von Taira. Im September 1180 erteilte Kiyomori ihm und Tadanori Taira den Befehl, eine zehntausend Mann starke Armee nach Osten anzuführen und Yoritomos Aufstand niederzuschlagen. Koremori war zu diesem Zeitpunkt dreiundzwanzig Jahre alt und ein bildhübscher adeliger Samurai. Munemori stellte dem Oberkommandierenden General Koremori den erfahrenen Samurai Sanemori Saito als Kriegsberater zur Seite. Koremori und Tadanori unterschätzten Minamotos Armee, ignorierten Sanemori Saitos Warnungen und erlitten in der Schlacht am Fluss Fujigawa eine vollständige Niederlage. Die Soldaten flohen in die Hauptstadt. Im Jahr 1181 war er einer der Oberkommandierenden Generäle und rückte mit einer großen Armee von Taira in die Provinz Mino vor. Am Fluss Sunomatagawa erhielt die Armee die Nachricht, dass Kiyomori in Kyoto verstorben war. Die von ihm und Shigehira angeführte Taira-Armee überwand die Trauer um Kiyomoris Tod, schlug Yukiie Minamotos Armee am Fluss Sunomatagawa nieder und kehrte triumphierend nach Kyoto zurück. Im April des Jahres 1183 führten Koremori und Michimori die bis dahin größte Armee von über einhunderttausend Mann an und rückten in die Nordische Küstenregion vor. Koremori aber mit der Führung der großen Armee überfordert, hörte diesmal jedoch den Ratschlägen von Sanemori Saito zu. Am Anfang des Feldzuges gewann Tairas Armee dank der klugen Taktik Sanemoris gegen die Vorhut von Kisos Armee in der Burg Hiuchigajo in der Provinz Echizen. Doch unterlag Koremoris Armee am 11. Mai 1183 der überragenden Kiso-Armee von Yoshinaka auf dem Berg Kurikara. Tairas Soldaten stürzten massenhaft in das „Tal der Hölle“ von Kurikara. Restliche Soldaten sowie die unversehrte Nebenarmee von Michimori flohen bis Ataka und Shinohara und wollten sich neu aufstellen, wurden aber am 1. Juni 1183 von der unaufhaltsam folgenden Armee Yoshinaka Kisos überrollt. Tairas Armee floh enttäuscht und gedemütigt nach Kyoto.