Masako Hojo (1157 – 1225): Älteste Tochter von Tokimasa Hojo mit dessen erster Frau. Masako verliebte sich in Yoritomo Minamoto, nachdem dieser in die Provinz Izu verbannt worden war und in der kleinen Ortschaft Hirugashima, nahe ihrem Heimatort Hojo, unter Hausarrest lebte. Es war jedoch eine verbotene Liebe, die ihrem Vater Tokimasa gar nicht passte. Masako wurde schwanger. Masakos Vater, nunmehr Yoritomos Schwiegervater, folgte Yoritomos Aufruf und setzte das Schicksal des ganzen Stammes Hojo auf den noch isolierten Stammhalter der Familie Minamoto, Yoritomo. Als Yoritomo im September 1180 Tairas Armee am Fluss Fujigawa niedergeschlagen hatte, kehrte er nach Kamakura zurück und holte Masako in seinen neuen Regierungssitz. Masako war im Jahre 1184 eine gerade mal neunundzwanzig Jahre junge Frau, die in dieser Zeit neuartige Frauenfigur darstellte. Sie war stolz auf Yoritomo und zufrieden mit sich selbst, dass sie in Izu alles auf ihn gesetzt hatte, und dass er nun ganz allein ihr gehörte. Sie kümmerte sich im privaten Teil des neuen Regierungsgebäudes persönlich um Yoritomo, und war auch an der politischen Arbeit von Yoritomo und ihrem Vater interessiert. Ihr Selbstbewusstsein gegenüber Yoritomo basierte zum größten Teil auf ihrem Vater Tokimasa, der sie aus dem Hintergrund unterstützte. Sie war jedoch oft eifersüchtig, weil Yoritomo hinter ihrem Rücken immer wieder Frauengeschichten hatte.