Masako Hojo: Älteste Tochter von Tokimasa Hojo mit seiner ersten Frau. Masako verliebte sich in Yoritomo Minamoto, nachdem dieser in die Provinz Izu verbannt worden war und in der kleinen Ortschaft Hirugashima, nahe ihrem Heimatort Hojo, unter Hausarrest lebte. Es war jedoch eine verbotene Liebe, die ihrem Vater Tokimasa gar nicht passte. Tokimasa war ein treuer Anhänger von Kiyomori und hatte dem Stellvertreter von Taira in Yamaki, Kanetaka Taira, fest zugesagt, dass Masako Kanetaka heiraten würde. Damit wollte Tokimasa seine Position innerhalb der Herrschaft von Taira weiter festigen. Masako konnte die Zusage ihres Vaters nicht ignorieren und akzeptierte die Heirat offiziell, ließ sich aber, in Einvernehmen mit ihrem Geliebten Yoritomo, während der Hochzeitsfeier von ihrem älteren Bruder Munetoki und seinen Kameraden entführen. Sie versteckte sich vor der Öffentlichkeit. Der enttäuschte Bräutigam Kanetaka Taira konnte sie nicht finden und zurückholen und gab die Verbindung mit Masako auf. Als die Gesellschaft diese Affäre vergessen hatte, besuchte Yoritomo Masako immer wieder in ihrem Versteck. Masako wurde schwanger. Doch dann ereignete sich der Aufstand des Prinzen Mochihito und Yorimasa Minamotos in der Hauptstadt. Die Befehlsschrift des Prinzen Mochihito, Taira zu vernichten, wurde Yoritomo von Yukiie Minamoto in seinem Verbannungshaus übergebracht. Yoritomo erhob sich im August 1180 gegen Taira. Masakos Vater, nunmehr Yoritomos Schwiegervater, folgte Yoritomos Aufruf und setzte das Schicksal des ganzen Stammes Hojo auf den noch isolierten Stammhalter der Familie Minamoto, Yoritomo. Yoritomos Truppe zählte am Anfang nicht viel mehr als einhundert Mann. Sie überfiel erfolgreich das Herrenhaus des Stellvertreters von Taira, Kanetaka Taira, in Yamaki und tötete ihn, aber wurde bald von der großen Armee von Taira, angeführt von dem Oberkommandierenden General Kanechika Oba, vollständig niedergeschlagen. Yoritomo und Tokimasa Hojo und wenige Stammesangehörige überlebten die strenge Verfolgung von Tairas Soldaten. Masako erfuhr von der vernichtenden Niederlage der Truppe von Yoritomo und ihrem Vater. Es hieß, Yoritomo sei tot, doch dann überbrachte ihr Tohira Dohi die Nachricht, dass Yoritomo Tairas Verfolgungsjagd überstanden hatte. Masako eilte eigenmächtig zum Strand von Manazuru, um sich von ihrem Mann zu verabschieden. Doch Yoritomo wies sie erbost zurück, da sie damit sein Leben, ihr Leben und das Leben seiner Mitarbeiter gefährdet hatte. Sie war enttäuscht und schwor, ihr Kind aus eigener Kraft zu gebären und es zu beschützen. Als Yoritomo im September 1180 Tairas Armee am Fluss Fujigawa niedergeschlagen hatte, kehrte er nach Kamakura zurück und holte Masako in seinen neuen Regierungssitz. Masako war von Yoritomos glücklicher Entwicklung gerührt und freute sich auf ihr neues Leben mit ihrem Mann. Doch Yoritomo hatte wenig Zeit für sie, weil er noch viele Feldzüge führen musste. Sie offenbarte Yoritomo, dass sie auf ihrer Flucht eine Fehlgeburt gehabt hatte und danach verzweifelt gewesen war. Langsam wuchs sie in die Rolle der Hausherrin hinein und lernte Yoshitsune kennen.