Kichiji Kanazawa: Goldhändler aus dem Norden, Stammesangehöriger von Hidehira Fujiwara. Er kam regelmäßig von Hiraizumi in die Hauptstadt. Offiziell reiste er als Händler, gab in der Hauptstadt viel Geld aus, bestach die Adeligen und kaufte Kostbarkeiten und junge Frauen ein, um sie nach Hiraizumi zu bringen. Unter diesem Deckmantel führte er geheime Aufträge seines Herrn aus und war dessen Geheimagent. Im Auftrag seines Herrn befreite Kichiji Yoshitsune vom Tempel Kuramadera, aber Yoshitsune entkam seiner Obhut in der Provinz Musashi. Nach einer langen Wanderzeit kam Yoshitsune doch nach Hiraizumi und blieb einige Jahre dort. Kichiji traf sich mit Banboku und vereinbarte mit ihm eine Zusammenarbeit, um auf Kosten von Hidehira und Kiyomori ein lukratives Geschäft in eigene Tasche zu machen. Im Januar 1184 hielt sich Kichiji wieder in der Hauptstadt auf. Kichiji besuchte Yoshitsune, der als General der Armee von Kamakura Yoshinaka Kiso vernichtet hatte. Kichiji suchte eine Möglichkeit, Minamoto im Namen seines Herrn Hidehira Fujiwara von Hiraizumi zu unterstützen. Yoshitsune aber lehnte sein Angebot ab und verwies ihn auf Yoritomo in Kamakura. Ende Januar 1184 hatte er eine Verabredung mit Banboku auf Yashima und fuhr von Naniwa mit einem Tempelschiff dorthin. Er nahm Atsumori und seinen Knecht, die eine Mitfahrgelegenheit suchten, mit auf dem Schiff. Kichiji verkaufte enorme Menge Ware, die auf Hunderten von Schiffen aus dem Norden gebracht worden war, an Banboku, gegen die seltenen, teuren Kunstgegenstände, die Banboku in Yumeno unter seinem mittlerweile niedergebrannten Palast eingegraben hatte. Als Kichiji nach Tairas Niederlage in Ichinotani seine Mitarbeiter die Schätze aus dem Keller von Banbokus altem Haus abtransportieren ließ, wurde er von den Samurai von Kagetoki Kajiwara festgenommen und in die Hauptstadt ausgeliefert. Bei seiner Vernehmung in Kagetokis Haus in der Hauptstadt knüpfte er seine neue geschäftliche Verbindung zu ihm.