Motofusa Fujiwara: Zweiter Sohn von Tadamichi. Er war der linke Minister und später, nach dem Tod seines älteren Bruders, der Regent, ein gutmütiger Adeliger, der sich nie durchsetzen konnte und immer Harmonie im Hof suchte. Seinen schwachen Charakter nutzten Goshirakawa und Kiyomori aus, als das Vermögen der Familie Fujiwara nach Motozanes Tod auf Motofusa überging, und beschlagnahmten die Hälfte des Familienvermögens von Fujiwara. Motofusa akzeptierte das für den politischen Frieden. Später verursachten seine Mitarbeiter mit dem zweiten Sohn von Shigemori Taira den sogenannten Wagenstreit, der von Kiyomori wohlwollend beigelegt wurde. Kiyomori schlug ihn als Premierminister vor. Zur Zeit dieses Buches war er der Hauptbeistand des Tennos. Er begleitete den Tenno und Taira nicht auf deren Flucht, sondern blieb in der Hauptstadt, wo er Goshirakawa weiter beriet. Yoshinaka hatte gehört, dass die Tochter des Hauptbeistandes, Winterprinzessen, eine gut gehütete schöne junge Frau sei. Yoshinaka bekundete bei Motofusa sein Interesse, sie kennenzulernen. Der Vater war verlegen, da es der Wunsch des mächtigsten Samurais in der Hauptstadt war, dessen Wunsch er nicht ohne Weiteres ablehnen konnte, aber er wollte seine Tochter nicht der Wollust eines solchen Tigers preisgeben. So täuschte Motofusa Yoshinaka und ließ ihm anstelle von Winterprinzessin eine hübsche junge Dienerin präsentieren. Yoshinaka war von der Ersatzdame entzückt und zuerst zufrieden, doch er erfuhr, dass die Dame, die er gesehen hatte, gar nicht Winterprinzessen gewesen war. Er war sauer und seine Sehnsucht, die wunderschöne Prinzessin kennenzulernen, wuchs in seinem Kopf weiter.